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Die Geschichte des Orakels
Im alten Israel sind die Los- und Orakelsteine Urim und
Tummim bekannt, was soviel bedeutet wie: die Lichtenden und die Schlichtenden.
Wahrscheinlich waren das zwei unterschiedlich gefärbte Steine durch die der
Hohepriester den Willen Gottes erfahren durfte. Diese Steine wurden in einer
Lostasche aufbewahrt, wo sich auch die 12 Steine der Stämme Israels befanden. Im
antiken Griechenland gab es auch mehrere Orakel. Das bekannteste ist das Orakel
von Delphi. Zwischen 400 v.Chr. und 400 n.Chr. verloren diese jedoch an
Bedeutung.
In
der römischen Antike versuchten die Ponitfices aus himmlischen Zeichen (Blitz
und Donner) und aus dem Vogelflug zu Zukunft zu deuten. In
China waren besonders das Scharfgabenstängelorakel bekannt. Auch erhitzten sie Tierknochen im Feuer um darin die Zukunft zu erkennen. Dies ist das älteste
bekannte Orakel, welches schon 5000 v.Chr. entwickelt wurde.
In
Tibet und im tibetischen Buddhismus lassen sich auch Orakel finden. Die
buddhistische Schutzgottheit Pekar bedient sich seit vielen hundert Jahren
eines Mönches als Medium, um zukünftige Geschehnisse zu verkünden und um die
tibetische Regierung zu leiten. Das Nechung-Orakel ist heute immer noch das
wichtigste Orakel der Exilregierung des Dalai Lama.